Gottes Beweis

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Gottes Beweis

Eines Tages werde ich
eine Pusteblume gewesen sein
aus deren Schirmchen
eine Pusteblume wurde
die eine Pusteblume wurde.

Ich werde nichts Besonderes gewesen sein.
Nicht einmal ein Veilchen im Moose.
Nichts für die Ewigkeit.
Nur ein Unkraut, das nicht vergeht.

Eines Tages werde ich
eine Pusteblume gewesen sein,
doch noch
bin ich ein Löwenzahn.

Für Andere
ein gelber Tupfer am Wegesrand.

Für mich
der Beweis
dass Gott auch
auf kargem Asphalt
blühendes, buntes, pralles
Leben
wachsen lässt.

gemäßigtes Tempo

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In den letzten Wochen bin ich mit so einer Art Großraum – Privattaxi zur Arbeit gefahren. Platz genug war ja. Mal sehen, wie es demnächst wird.

Aber eigentlich möchte ich euch auf eine Geschichte verlinken, die Disputnik auf seinem ganz und gar wundervollen blog heute veröffentlicht hat: ihr findet sie hier

Viel Spaß beim Entdecken meines Lieblingsbloggers.

Osterhoffnung

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Das Band, das uns verbindet

Wenn jammern helfen würde, wären alle Menschen glücklich.
Wenn meckern helfen würde, wäre die Welt voller Harmonie.
Wenn Gewalt helfen würde, wäre die Welt ein friedliches Paradies.

Mit einem Lächeln wäre die Welt hier und da ein kleines bisschen bunter.

Doch wer sieht unser Lächeln, wer sieht unsere Tränen
so ganz allein mit uns und unseren Gedanken?

Vielleicht,
so sagt es Papst Franziskus,
ist das einzige Band,
das alle Menschen verbindet,
die Liebe Gottes
.

Vielleicht ist Gottes Lächeln
hinter einem Mundschutz
gerade nicht so leicht zu erkennen.

Vielleicht ist Gottes Liebe verborgen
in jedem neuen Tag
in jedem Sonnenstrahl
in jedem Regentropfen
in jedem Vogelzwitschern,
in jeder Knospe, jeder Blume, jeder Wolke.

In jedem lieben Wort, das Menschen für einander haben
und in jeder Rolle Klopapier
die sie einander schenken
damit es niemandem daran mangelt
und niemand darum kämpfen muss.

Ryka Foerster

 

P.S.:

Nur, um Missverständnisse zu vermeiden: Dieser Text ist mein Weg, in der aktuellen Situation meine Hoffnung und meine Zuversicht zu bewahren (die für mich sehr viel weiter reicht als die Frage, ob ich auch übermorgen noch genug Klopapiervorräte haben werde!) und trotzdem meinen Pragmatismus und meinen Humor nicht zu verlieren.

Groba Unfuk hilft mir nämlich nicht mehr weiter, und angesichts der aktuellen Krise  habe ich auch keine Freude mehr daran, mich über esoterische „Heilsbringer“ lustig zu machen, die mit „Spriritualität light“ und „Geduld to go“ Geld verdienen.

Wer sich für Papst Franziskus interessiert, findet hier  noch bis zum 16.4. einen großartigen Dokumentarfilm von Wim Wenders über diesen Mann, der authentisch und glaubhaft vermitteln kann, was ihm wichtig ist und was (nicht nur ihm) Hoffnung gibt: Gottvertrauen und Mitgefühl, Lächeln und Humor.

Bleibt gesund und zuversichtlich.
Liebe Grüße
Ryka

Eine dicke alte Frau

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Eine dicke alte Frau

„Eine dicke alte Frau.“
      Das ist das erste was Robert denkt, als er sie sieht. Er denkt nicht: „eine dicke alte weiße Frau“, denn ihre Hautfarbe ist kein Merkmal, durch das sie sich von den Menschen in ihrer Umgebung unterscheidet. Und genau genommen denkt er es auch nicht, er nimmt es einfach wahr: sie ist eine dicke alte Frau.
      Am Samstagmorgen sind fast ausschließlich Männer im Baumarkt, daher ist die Tatsache, dass sie eine Frau ist, das erste und auffälligste, was an ihr bemerkenswert ist. Ihren üppigen Körper hat sie in ein T-Shirt und eine eng sitzende Latzhose gezwängt, darüber trägt sie ein kariertes Hemd und an den Füßen Arbeitsschuhe mit Schutzkappe. Nicht gerade die Garderobe, die man bei einer Frau um die sechzig erwarten würde.

Wenn ihr wissen möchtet, wie die Geschichte weitergeht, dann findet ihr die Fortsetzung  hier

Viel Spaß beim Lesen!

Wunder des Neubeginns

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Das alte Jahr geht heute zu Ende, vor uns liegt (wie eigentlich immer, aber heute eben ganz besonders) die Zukunft: ein neues Jahr, ein neues Jahrzehnt.

Ich wünsche euch einen schönen Übergang vom Alten ins Neue: vielleicht ganz besinnlich, vielleicht laut und ausgelassen, auf jeden Fall aber voller Zuversicht und Mut und ohne Ausrutscher!

Herzliche Grüße
Ryka

P.S.: dieses Kunstwerk habe ich übrigens auf dem Kunsthof in Dahrenstedt gefunden; von wem es gestaltet wurde, weiß ich leider nicht, aber hier ist der link zu diesem wunderschönen Ort, an dem es noch sehr viel mehr zu entdecken gibt!

Wunder des Jahresendes

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Schwupp – und schon ist das Jahr beinahe wieder vorbei… heute war der kürzeste Tag des Jahres, ab morgen wird es wieder heller, und am Dienstag funkeln vielleicht auch bei euch die Kerzen am Baum oder zumindest am Himmel über Berlin oder wo immer ihr seid.

Ich wünsche euch erholsame Weihnachtstage und einen friedlichen und fröhlichen Jahreswechsel.

Herzliche Grüße
von Ryka

Wunder des Alltags 9

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Dies hier ist ein Foto vom Schuhbaum in Peine. Es ist der erste Schuhbaum, dem ich begegnet bin, und die Männer, die am Rande des Platzes auf einer Bank saßen, erklärten mir, was es mit diesem Wunder des Alltags auf sich hat:

Wohnungslose Menschen, die verstorben sind, haben wenig, was sie hinterlassen können und was an sie erinnert: ihre Freunde hängen ihre Schuhe in den Baum, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.